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Buch - Homöopathie bei Multipler Sklerose

Buch „Homöopathie bei Multipler Sklerose"

Autor: Dr. med. Christa von der Planitz & Dr. med. Thomas Lorz
Verlag: Elsevier-Verlag
Seiten: 440 S., 18 s/w Illustrationen, 40 farb. Tabellen, 14 farb.
Strichzeichnungen
Preis: 52,95 € inkl. MwSt.
ISBN 978-3-4375-7250-0

 

 

Leserbriefe aus Homöopathie-aktuell

Polyneuropathie

 Sehr geehrte Frau Dr. Rampold!

Obwohl ich schon vor 11 Jahren meine Zahnsarztpraxis aufgegeben habe, lese ich mit wachsendem Interesse in der Zeitschrift Homöopathie aktuell und darin besonders Ihre Antworten auf Leseranfragen. In der letzten Nummer fand ich dann das Stichwort chronische Neuropathie, das mich zu diesem Brief veranlasst hat.

Vor ca. 5 Jahren wurde bei mir vom Neurologen eine Polyneuropathie diagnostiziert, die schon seit mindestens 1991 sich entwickelt hatte, zuerst harmlos an einer großen Zehe, dass aber den ganzen Fuß betreffend ein Gefühl, als ob ich einen immer dicker werdenden Strumpf trüge. Ich habe lediglich eine Gefühlsstörung, kein Kribbeln, auch kann ich Druck und Temperatur fühlen, die Fußsohle ist sehr empfindlich auf Kitzeln. Ganz langsam geht die Störung symmetrisch die Beine herauf. Die elektrischen Messungen haben eine Verminderung der Nervenleitgeschwindigkeit ergeben, außerdem als "Ursache" eine Beschädigung der Nervenscheide, nicht des Marks. Das deutet darauf hin, dass es sich nicht um eine Vergiftung handelt, bei der man bei Zahnärzten natürlich gleich an das Hg denkt. Eine gewisse Störung des Gleichgewichtssinnes ist feststellbar, aber subjektiv noch nicht dramatisch. Fehlende Reflexe z. B. an der Achillessehne. Alle verordneten Medikamente bes. Alpha-Liponsäure hatten nicht den geringsten Erfolg; wie ich neulich erfuhr, werden sie inzwischen auch von den Kassen nicht mehr erstattet. Anschließend habe ich einen Versuch mit Homöopathie gemacht bei Dr. Voogd in Hamm, der ebenfalls gescheitert ist. Leider habe ich vergessen, was er mir damals verordnet hat. Übrigens hatten wir einen überzeugenden Erfolg bei meinem inzwischen in Hornheide diagnostizierten Pemphigus foliaceus, den man mit Immurec und Cortison behandeln wollte, den ich aber mit Phosphor LM VIII, 5 Kügelchen pro Woche in 1/4 Glas Wasser aufgelöst, davon einen Schluck soweit beherrsche, dass seit Monaten keine Hautveränderungen mehr sichtbar sind, von Heilung kann man vielleicht nicht sprechen. Ich wollte wohl wegen der Neuropathie noch mal einen Versuch starten, wegen des Artikels aber gern auch einmal Ihre Meinung dazu erbitten. Übrigens: kein Diabetes und eine Schuppenflechte auf dem Kopfhalte ich mit Brottrunk in schach. Als Kind Diphtherie und Masern, als Junger Mann Appendektomie, keine Allergien, später Thrombose zweimal im Bein, Faktor 5 festgestellt, deshalb Marcumar seit ca. 3 Jahren, Selbstkontrolle.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort Dr. Rampold:

Lieber Herr Dr. S.,

erst mal Kompliment für die genaue und nüchterne Beschreibung Ihres Problems. So schön wie eine Kasuistik von Stiegele aus den 1920ern. Wäre die deutsche med. Literatur doch immer noch einheitlich auf diesem Niveau!

Dann zu Ihrer Frage: kann man meine PNP hom. behandeln? - nicht nur ja, sondern sie ist bereits mitbehandelt, durch Phosphor, der eins der Hauptmittel bei Neuropathien ist und zu Ihrer Konstitution zu passen scheint. Repertorisiert man nämlich die Diagnosenkombi PNP, Psoriasis und Pemphigus, kommt Phos. neben Sulf. und Ars. ganz vorn mit raus! Ich gehe davon aus, daß Sie am ehesten bloß eine andere Dosierung von Phos. brauchen.

Falls dies versagt, werden Sie auf Kali-c. oder Kali-p. gut reagieren; denn auch Kalisalze passen zur Symptomatik der PNP, das Empfinden der „kitzligen Fußsohle" ist für kali-c. als Leitsymptom bekannt und Kali-c. ergänzt Phos.

Es kann aber trotz guter Mittelhinweise dauern, bis die PNP sich tatsächlich bessert. Denn „lebensenergetisch" gesehen stellt sie eine Symptomenverschiebung hin zum Besseren dar - unter Phos. bewegte sich das „Unbezweifelt Krankhafte" weg von einem malignen Hautleiden, dem Pemphigus, und hin zu der PNP, einem in tiefen Geweben sitzenden, aber harmloseren und örtlich begrenzten Übel. Solange Ihre Lebenskraft noch nicht gut genug funktioniert, um ohne diesen Fokus von „Verstimmung" auszukommen, bleibt die "Socke" spürbar.

Lassen Sie den Kollegen Voogd Ihre Nachanamnese machen und die Phos.-Dosis anpassen. Geben Sie ihm diesen Brief.

Herzliche Grüße von

Dr. med. Veronika Rampold

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